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Aktuelles zum Thema "Atomenergie"

IPPNW-Pressemitteilung vom 28. Mai 2019

Atomkraftwerke retten nicht das Klima, sondern die Atomwaffenindustrie

Antwort der IPPNW auf die Studie der Internationalen Energieagentur

Das AKW Hinkley-Point, UK, soll trotz immens hoher Kosten für den Steuerzahle gebaut werden, Foto: Baker, Wikipedia, http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/ (bearbeitet)28.05.2019 

Die Internationale Energieagentur warnt in einer heute veröffentlichten Studie, dass die Stromerzeugung durch Atomkraftwerke weltweit stark fallen könnte, da immer mehr Meiler aus Alters- und Sicherheitsgründen vom Netz gehen müssen. Ohne einen Politikwechsel würden die Industrieländer in Europa, die USA, Kanada und Japan bis 2025 25% ihrer atomaren Energiekapazität verlieren. Die Ärzteorganisation IPPNW kritisiert die präsentierte Lösung durch eine Laufzeitverlängerung und Subventionen der Atomenergie und fordert stattdessen den weltweiten Ausstieg aus der Atomenergie und eine Energiewende durch einen Mix aus Energieeinsparung, Ausbau von Erneuerbaren Energien und Speichertechnologien.

IPPNW-Pressemitteilung vom 21. Mai 2019

Radioaktive Kontamination in Deutschland wäre hoch

Neue Studie zu Risiko eines Schweizer Tschernobyls

Leibstadt: Deposition from a 116.89 PBq release of Cs-137, Grafik: Projekt flexRisk21.05.2019 

Mehr als Hunderttausend Strahlenopfer sind in Europa zu erwarten, sollte sich in einem Schweizer Atomkraftwerk ein großer Unfall ereignen. Dies geht aus einer wissenschaftlichen Studie aus Genf hervor, die moderne meteorologische Berechnungen und neue medizinische Erkenntnisse berücksichtigt. Aufgrund der Lage der Atomkraftwerke und der Bevölkerungsdichte in der Region wäre kein Land so stark betroffen wie Deutschland: Hier wären 30-40% der Bevölkerung radioaktiver Kontamination ausgesetzt, verglichen mit gerade einmal 8 % in der Schweiz. Das sind fünf mal so viele Menschen in Deutschland wie in der Schweiz.

Risikofaktor Eiszeit?

Bau eines sog. atomaren „Endlagers“ in Finnland

Finnischer Endlagerbehälter mit Kupfer-Ummantelung, Foto: Teemu Väisänen [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)]13.05.2019 

Während in Deutschland die Bestimmung eines Standorts für ein „Endlager“ für den hochradioaktiven Müll noch lange Zeit dauern wird, ist in Finnland ein solches Atommülllager in Bau. Auf der Halbinsel Olkiluoto im Südwesten Finnlands sollen 6.500 Tonnen Atommüll in gut 400 Metern unter der Erde in Kupferbehältern deponiert werden. Seit 2004 wird an dem Endlager gearbeitet, im November 2015 erhielt die Betreiberfirma Posiva die Genehmigung und ab den 2020er Jahren soll mit der Einlagerung hochradioaktiver Abfälle begonnen werden. Hinsichtlich der Sicherheit des Atommülllagers gibt es allerdings noch viele Fragezeichen.

IPPNW-Pressemitteilung vom 07.05.2019

Atomenergie ist keine Lösung für den Klimawandel

Überprüfungskonferenz des Atomwaffensperrvertrags in New York

Don´t nuke the Climate-Protest in Düsseldorf07.05.2019 

Die IPPNW Deutschland verurteilt die Forderung der deutschen Bundesregierung, Atomtechnologie als Mittel zur Erreichung der UN-Nachhaltigkeitsziele zu propagieren. Die Bundesregierung präsentierte auf dem Ausschuss zur Vorbereitung der Überprüfungskonferenz des Atomwaffensperrvertrags (NPT PrepCom) in New York gemeinsam mit elf anderen Staaten ein Arbeitspapier mit dem Titel "Förderung der friedlichen Nutzung der Nukleartechnologie: ein Instrument zur Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung". Darin schlägt sie vor, Atomenergie als Lösung für den Klimawandel und zur Stillung des Energiebedarfs der Entwicklungsstaaten einzusetzen.

Neues aus Tschernobyl

Buch-Cover, Kate Brown, Manual for Survival: A Chernobyl Guide to the Future, W. W. Norton & Company06.05.2019 

Die Kernschmelze von Tschernobyl jährte sich dieses Jahr zum 33. Mal. Man würde meinen, dass alles, was zu der größten Atomkatastrophe aller Zeiten zu sagen gewesen wäre, bereits längst gesagt wurde; dass alles, was zu schreiben gewesen wäre, bereits längst geschrieben wurde. Und dann kommt, 33 Jahre nach den Schicksalstagen im April und Mai 1986, ein neues Buch auf den Markt, von einer Historikerin am angesehenen Massachusetts Institute of Technology, die fließend Russisch und Ukrainisch spricht und sowjetische Quellen im Original lesen kann. Und plötzlich scheint es, als gäbe es noch vieles, was bislang nicht gesagt, nicht geschrieben, nicht gedacht wurde ...

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