IPPNW.DE

Aktuelles zum Thema "Atomenergie"

Pressemitteilung vom 21.04.2019

Versuchte Urenco-Umfeld Bundestag zu täuschen?

Urananreicherer setzt auf Expansion in zivil-militärischem Bereich

Ostermarsch Gronau 201821.03.2019 

Regionale Anti-Atomkraft-Initiativen, der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) und die internationale Ärzteorganisation IPPNW reagieren empört auf die heute veröffentlichten Recherchen der taz. Im Oktober 2018 soll aus dem direkten Umfeld des Gronauer Urananreicherers Urenco versucht worden sein, die Abgeordneten des Umweltausschusses des Bundestags mit einem Schreiben zu täuschen, um das sehr magere friedenspolitische Ansehen der Urenco aufzupolieren und das Ansehen der Friedensnobelpreisträgerin ICAN zu diskreditieren. Die "dubiose Stellungnahme" (taz) enthält anscheinend in weiten Teilen falsche Angaben.

Bericht der Kohlekommission

Stromversorgung mit Erneuerbaren und Gaskraftwerken

Heizkraftwerk Lichterfelde, Berlin, am Standort ist ein Gas- und Dampfturbinen-Heizkraftwerk zur Strom- und Fernwärmeproduktion in Bau, Foto: Claas Augner [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/li13.03.2019 

Die so genannte Kohlekommission der Bundesregierung empfiehlt in ihrem Abschlussbericht vom Januar 2019 einen schrittweisen Ausstieg aus der Kohleverstromung. Das letzte Kohlekraftwerk in Deutschland soll demnach spätestens 2038 vom Netz gehen. Anstelle von Kohle und Atom soll sich die Stromversorgung Deutschlands künftig auf Erdgas und erneuerbare Energien sowie vermutlich auf Stromimporte stützen. Dies umzusetzen, stellt eine große Herausforderung dar.

Studie

Vermehrte Atom- und Kohlestromimporte

Französisches Atomkraftwerk Cattenom, Foto: Maarten Sepp [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)]13.03.2019 

Eine Studie im Auftrag des baden-württembergischen Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft vom Dezember 2018 zeigt: Vor Jahren schon kurzfristig befürchtete Stromversorgungsengpässe werden bis 2025 vor allem deswegen nicht mehr erwartet, weil der Kraftwerkspark in den Nachbarländern weniger stark - als noch vor Jahren angenommen - dezimiert wird. Das liegt insbesondere am längeren Betrieb von Atomkraftwerken in Frankreich und einer längeren Betriebsdauer der Kohlekraftwerke in Polen. Das aber heißt: Der Atom- und Kohleausstieg und somit die „Energiewende“ in Deutschland wird durch vermehrte Atom- und Kohlestromimporte konterkariert.

IPPNW-Pressemitteilung vom 7.03.2019

15-faches Risiko für Schilddrüsenkrebs

8 Jahre Super-GAU von Fukushima

Ayotos Mutter sammelt alle Unterlagen über Untersuchungen und Strahlenbelastung ihres Sohnes, Foto: Ian Thomas Ash07.03.2019 

Acht Jahre nach der Atomkatastrophe von Fukushima haben Japaner, die in der Präfektur Kinder waren als sich der Super-GAU ereignete, ein mindestens 15-faches Risiko, an Schilddrüsenkrebs zu erkranken. Darauf weist die Ärzteorganisation IPPNW anlässlich des achten Jahrestages der atomaren Katastrophe hin. Laut der Datenbank des Japanischen Krebsregisters betrug die Neuerkrankungsrate von kindlichem Schilddrüsenkrebs in Japan vor der Atomkatastrophe rund 0,35 pro 100.000 Kinder pro Jahr. Bei einer Bevölkerung von rund 360.000 Kindern wären in der Präfektur Fukushima somit ca. eine einzige Neuerkrankung pro Jahr zu erwarten gewesen, also etwa acht Neuerkrankungen seit Beginn der Atomkatastrophe im März 2011.

Pressemitteilung vom 5. März 2019

Urenco vervierfacht Urananreicherungsgrad

Atompolitische Sicherheitsbarrieren werden durchbrochen

Urananreicherungsanlage Gronau, Foto: URENCO05.03.2019 

Der deutsch-niederländisch-britische Urananreicherer Urenco hat angekündigt, in der firmeneigenen Urananreicherungsanlage in New Mexico/USA Kapazitäten für eine Vervierfachung des bisherigen Urananreicherungsgrads für Brennelemente aufzubauen. Zukünftig soll Uran 235 statt bislang maximal auf 5% auf bis zu 19,75% angereichert werden. Für die Entwicklung der entsprechenden Zentrifugen würde die zentrale Urenco-Techniktochter ETC neben dem Forschungszentrum in Jülich eingesetzt werden. Als mögliche Kunden führt Urenco "fortgeschrittene Reaktortypen" sowie Forschungsreaktoren an, aber auch die von Urenco geplanten eigenen U-Batterie-Atomreaktoren. Konkretes Interesse an dem deutlich höher angereicherten Uran hat in den USA vor wenigen Wochen ausgerechnet das US-Verteidigungsministerium geäußert, das kleine mobile Reaktoren für "rapid response scenarios" bauen möchte.

Aktion
Aktion
Themen und Projekte
Themen und Projekte
Nukleare Kette
Nukleare Kette
News und Kommentar
News und Kommentar

Sitemap Überblick