Aktuelles

IPPNW-Pressemitteilung vom 08. Februar 2023

Münchner Sicherheitskonferenz instrumentalisiert das Leid der Ukrainer*innen

Umfrage zu Atomwaffeneinsatz im Ukrainekrieg

08.02.2023 Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW kritisiert eine in der Ukraine durchgeführte Umfrage der Münchner Sicherheitskonferenz als gezielte Auftragsforschung. Die Ergebnisse würden genutzt, um vermehrte Aufrüstung zu legitimieren und eigene Ziele voranzutreiben, so die Mediziner*innen. In der Umfrage sprechen sich die befragten Ukrainer*innen mehrheitlich für eine Fortsetzung des Kampfes gegen Russland aus – selbst im Falle des russischen Einsatzes einer “taktischen Atomwaffe”.

lesen

IPPNW-Pressemitteilung vom 1. Februar 2023

Debatte um Lieferungen von Panzern und Kampfjets

Friedensnobelpreisträgerorganisation warnt vor Eskalation des Krieges

01.02.2023 Vor dem Hintergrund der Debatte um die Lieferung von Kampfpanzern, Kampfjets oder sogar Raketen an die Ukraine warnt die ärztliche Friedensorganisation IPPNW vor einer Eskalation dieses Krieges zum Atomkrieg. Die Ärzt*innenorganisation unterstützt die jüngste Initiative des brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva und fordert einen sofortigen Waffenstillstand und die gezielte Vorbereitung von Friedensverhandlungen, die mittelfristig eine neue Sicherheitsarchitektur für Europa konzipiert. Notwendig seien zudem ein massiver Ausbau humanitärer Hilfe sowie Schutz für Kriegsdienstverweigerer und Deserteure. Mit jedem Tag Krieg sterben mehr Zivilist*innen und Soldaten auf beiden Seiten, wird zivile Infrastruktur zerstört, Natur vernichtet und CO² freigesetzt.

lesen

Pressemitteilung vom 31. Januar 2023

Zivilgesellschaft schützen: Streubomben ablehnen!

Ärzt*innenorganisation fordert die Bundesregierung auf, den Absichten der estnischen Regierung nach der Lieferung von Streumunition an die Ukraine öffentlich eine klare Absage zu erteilen

31.01.2023 Das estnische Ersuchen an die Bundesregierung, eine Weitergabe der in Deutschland produzierten Streumunition an die Ukraine zu ermöglichen, verstößt gegen das Völkerrecht. Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW fordert die Bundesregierung auf, sich dezidiert gegen jeglichen Einsatz von Streumunition sowie gegen die Lieferung und Weitergabe dieser verbotenen Munition zu stellen. Dazu gehöre eine klare, öffentliche Absage an Estland.

lesen

Pressemitteilung vom 31. Januar 2023

Ausbaupläne für Brennelementefabrik Lingen

BMUV plant "bundesaufsichtliche Prüfung" - Uranfabrik wird "wesentlich verändert" - geheime "Vorprüfung" in Hannover

31.01.2023 Das Bundesumweltministerium (BMUV) plant eine "bundesaufsichtliche Prüfung" des Genehmigungsantrags des französischen Atomkonzerns Framatome zur Erweiterung der Brennelementefabrik in Lingen. Diese Prüfung finde vor einer Entscheidung des niedersächsischen Umweltministeriums (NMU) statt. Das teilte das BMUV dem Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen auf Anfrage mit. Zudem bestätigte das BMUV, dass der Antrag von Framatome nach § 7 Absatz 1 Atomgesetz eingereicht wurde. Dieser Paragraph greift, wenn eine Atomanlage oder ihr Betrieb "wesentlich verändert" werden. Er beinhaltet eine verpflichtende Öffentlichkeitsbeteiligung mit Auslegung der Unterlagen und einem öffentlichen Erörterungstermin.

lesen

junge Welt, 28. Januar 2023

»Niemand weiß, wo die rote Linie verläuft«

Interview mit Ute Rippel-Lau

30.01.2023 Unsere Forderung ist, dass der Krieg unverzüglich beendet werden soll. Es braucht diplomatische Lösungen und den Aufbau einer gemeinsamen europäischen Sicherheitsstruktur. Um das Atomkriegsrisiko zu minimieren, fordern wir, dass beide Atommächte – Russland und die USA – ihre Atomwaffen aus der erhöhten Alarmbereitschaft herausnehmen, in die sie aktuell versetzt sind. Das Konzept der »nuklearen Abschreckung« lehnen wir ab, denn es stellt die Gesellschaft vor ein inakzeptables Risiko der vollständigen Vernichtung. Es ist jedoch Bestandteil der Nukleardoktrinen der NATO, der USA und Russlands.

Telepolis, 22. Januar 2023

Panzer bringen keinen Durchbruch zum Frieden

Gastbeitrag von Raplh Urban, Vorstandsmitglied der IPPNW

25.01.2023 Im Vorfeld des Treffens der Ukraine-Kontaktgruppe in Ramstein am 20. Januar 2023 hat der Druck auf die Bundesregierung, Kampfpanzer vom Typ Leopard 2 an die Ukraine zu liefern, zugenommen. Eine Entscheidung über die Lieferung dieser Panzer ist bei dem Treffen vorerst nicht gefallen. Es hätte keine Einigung gegeben. Aber, so der Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg: "Die Beratungen werden weitergehen."

IPPNW-Pressemitteilung vom 24. Januar 2023

Doomsday Clock rückt vor: 90 Sekunden bis zum Weltuntergang

Friedensnobelpreisträger-Organisation ruft zu sofortigem Handeln auf

24.01.2023 Bekannte Wissenschaftler*innen der „Bulletin of Atomic Scientists“ haben heute die neue Uhrzeit der „Doomsday Clock“ verkündet. 90 Sekunden vor Mitternacht – nie hat die Welt näher vor dem Untergang durch den Atomkrieg gestanden. Die internationale Ärzt*innenorganisation für die Verhütung des Atomkrieges IPPNW rief angesichts dieser Nachricht zu dringendem, politischem Handeln auf. Die Bundesregierung müsse sich zum UN-Vertrag zum Verbot von Atomwaffen bekennen und die US-Atomwaffen aus Deutschland abziehen.

lesen

Jetzt SPENDEN

IPPNW-Spendenkonto
GLS Gemeinschaftsbank
IBAN: DE 23 4306 0967 1159 3251 01, BIC: GENODEM1GLS
Hier online spenden

Geänderte Öffnungszeiten

Aufgrund von Krankheit erreichen Sie die IPPNW-Geschäftsstelle werktags vorerst nur von 10-16 Uhr.

Fukushima-Anzeige

 

Tschernobyl 1986 – Fukushima 2011 – nächster Super-GAU 20XX?

Unterstützen Sie unsere diesjährige ganzseitige Anzeige zum Fukushima-Jahrestag in der Süddeutschen Zeitung. Teilnahmeschluss: Sonntag, 5. März 2023.

IPPNW-Weltkongress 26.-30.4.2023 in Mombasa, Kenia

ippnw blog

Wir brauchen einen sofortigen Waffenstillstand und Friedensgespräche

Redebeitrag von Kyryl Molchanov auf der Kundgebung vor der Europäischen Kommission in Berlin am 8. Dezember 2022 Guten Tag, ich vertrete die Ukrainische Pazifistische Bewegung. Wir haben uns 2019 bei Straßenprotesten gegen den grausamen Zwang zum Kriegsdienst gegründet. Unsere Aktiven

Mehr...

Navigation